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Der einzig wahre Glaube
Ich hatte einen Tag vor Silvester eine langwierige Diskussion mit einem wirklichen interessanten Gesprächspartner. Dieser hat es in der gesamten Diskussion offen gelassen, ob er an einen Gott glaubt oder nicht. Allerdings fand er die Person Jesu interressant und meinte dass es einen höchsten erstrebenswerten Wert im Leben gibt, den nichts übertrifft: die Nächstenliebe.
Er hat recht. Die Nächstenliebe ist eines der wichtigsten Gebotes des Christentums. Allerdings dürfen wir nicht überlesen, was Jesus wirklich gesagt hat. In Markus 12, 29-32 steht geschrieben: "Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein andres Gebot ist größer als diese beiden." Genau das ist die Reihenfolge, als erstes steht der Herr dein Gott und danach kommt das wunderschöne Gebot der Nächstenliebe. Und Nächstenliebe ist "eine Hingabe, die ihr Maß in der Liebe zu sich selbst findet." (G.Theißen). Ich kann als Mensch nur dann ein gutes Verhältnis zum anderen haben, wenn ich auch ein entsprechendes Verhältnis zu mir selbst habe. Und ich muss mich nicht für den anderen aufopfern, weil das der Liebe zu mir selbst schadet. Nächstenliebe ist nicht Selbstaufgabe.
Und daraus resultiert für mich ein zweiter, mir genannter Kritikpunkt. Mein Diskussionspartner sagte, dass es das Mass aller Dinge wäre, wenn alle Menschen den Glauben des anderen Akzeptieren würden. Jeder sollte das Glauben, was er möchte. Doch dass halte ich für bedenklich! In Johannes 14, 6 steht: "Jesus sagte zu ihm, Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich." Wir erhalten einen Auftrag - genau diese Botschaft weiterzugeben, dass Jesus Christus der Schlüssel zum Paradies ist!
Was heisst das nun in Bezug auf andere Glaubensrichtungen?
Ich persönlich erkläre es immer so: Es ist ein Unterschied in den Worten "akzeptieren" und tolerieren". "Akzeptieren" bedeutet, dass ich etwas als hinnehme und ohne Wertung stehen lasse. Wenn ein Moslem mir sagt, dass er an Allah glaubt und ich akzeptiere dieses, dann verleugne ich meinen Gott. Denn dieser hat gesagt, dass er der einzig wahre sei und man keine anderen Götter neben ihm haben darf (da es diese auch nicht gibt)! Akzeptanz lässt ihn diesem Punkt den Glauben des anderen als ebenfalls richtigen erscheinen. "Tolerieren" hingegen, besagt nur, dass ich die subjektive Meinung meines Gegenüber wahrnehme und ihn deswegen nicht in seiner Person und Achtung herunterstufe. Es lässt mir aber offen seiner Meinung zu widersprechen und ihm von meiner Überzeugung des "einzig wahren Glaubens" zu erzählen. Genau das ist die Forderung Jesu wenner uns die Reihenfolge der zwei wichtigsten Gebote darstellt. Er sagt nichts vom Bekämpfen des Anderen, nein er spricht von der Nächstenliebe. Den anderen anzunehmen als Geschöpf Gottes. Doch was ist Liebe? In der heiligen Schrift steht auch hierzu etwas. Schauen sie einmal in Johannes 4, 16 nach: "Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.". Das ist das Geheimnis des Glaubens. Ich kann nicht lieben ohne Gott. Ohne ihn ist Liebe gar nicht möglich, denn Gott ist die Liebe. Und nun soll ich dem anderen verschweigen, dass ich die Liebe erkannt habe, die einzig Wahre?!
Nein, das kann und will ich nicht.
Ich glaube an den dreieinen Gott! Den Vater, den Sohn und den heiligen Geist die heilige katholische (=allumfassende, allgemeingültige) Kirche.
Daniel Preißler - Administrator
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