Was ist die Firmung?

Heiliger Geist

Bedeutung der Firmung

Die meisten Katholiken sind in einem Alter getauft worden, in dem sie von dieser Zeremonie nichts verstehen und sie auch nicht selber wollen konnten. Sie wurden damals dort aufgenommen, wo auch die Eltern zuhause waren.

Bei der Erstkommunion wurde bereits in einer dem Alter entsprechenden Art danach gefragt, ob das Kind das selber will, und zu einem Verständnis dieser Feier angeleitet. Damals hat das Kind einen Schritt weiter in die Gemeinschaft der Christen getan.

Bei der Firmung hat der (meist junge) Mensch die Möglichkeit, sich selber zu entscheiden, ob er oder sie ein Leben als Christ in der katholischen Kirche wenigstens bewußt versuchen will. Es ist der dritte und letzte Schritt hinein in die Gemeinschaft der erwachsenen Christen in unserer Kirche.

Dementsprechend hat die Firmung vor allem dann einen Sinn, wenn der oder die Gefirmte dann am Leben der Pfarrgemeinde teilnehmen und sich in der ganzen Lebensgestaltung zum Glauben bekennen will. Ja sagen zum katholischen und apostolischen Glauben. Zu bekennen, dass ich Gott anhand seiner heiligen Kirche erkennen, lobpreisen und verkünden möchte, dass ist der Tiefe Sinn der heiligen Firmung.

Am Pfingstfest gedenken wir der Niederkunft des heiligen Geistes. Die Trinität Gottes (Vater-Sohn-Geist) findet hier seine Vollendung. Gott wirkt auch 2000 Jahre nach Christus auf dieser Erde. Und das genauso wie schon zu Zeiten des alten Testamentes: In der Gestalt des heiligen Geistes.

Es gibt schöne Bilder für diese Niederkunft. Das bekannteste ist wohl das Herabkommen der Feuerzungen auf seine Jünger. Das Feuer, welches nicht verbrennt, sondern neues schafft, bewegt und mit einem Paukenschlag in uns eindringt gibt dem, von Herzen, bekenndenden Firmling die spürbare Niederkunft des heiligen Geistes.

Daniel Preißler